Viele Unternehmen suchen verbissen nach der perfekten Werbeanzeige auf Google AdWords. Gehören auch Sie in diese Riege, so müssen wir Sie leider bitter enttäuschen: diese eine perfekte Werbeanzeige gibt es nicht.

Wieso? Nun ja, möchten Sie das ganze Spektrum Ihrer Zielgruppen erreichen, reicht eine einzige Werbeanzeige eben nicht aus. Unterschiedliche Zielgruppen erfordern auch unterschiedliche Werbeanzeigen.

Kurt Tucholsky hat einmal gesagt: „Wer auf andere Leute wirken will, muss erst einmal in ihrer Sprache mit ihnen reden“ – und hier hängt der Haken: Jede Zielgruppe spricht ihre eigene Sprache. Um sämtliche Verständigungsprobleme zwischen Ihnen und Ihren Kunden aus dem Weg zu räumen, hat sich Google AdWords eine besondere Funktion einfallen lassen: die IF Funktion.

Was sind IF Funktionen?

Vielleicht kennen Sie IF Funktionen bereits von Programmen wie Excel, Vba oder Java. Andernfalls können Sie sich auch mit wenigen Englischkenntnissen weiterhelfen. IF Funktionen beschreiben Bedingungsfunktionen. Sie können damit Bedingungen festlegen, nach denen bestimmte Google AdWords Anzeigen geschaltet werden.

Konkret können die Bedingungen auf das Gerät (mobile Endgeräte) oder die Zielgruppe (jede von Ihnen definierte Nutzerlistengruppe) ausgerichtet werden. So können Sie Ihre Anzeigentexte einfach und automatisch an die jeweiligen Nutzer anpassen und mit Ihren potentiellen Kunden in jener Sprache reden, die am besten bei diesen ankommt.

IF Funktionen vs. Anzeigenanpassungen

„Um meine jeweiligen Kunden individuell anzusprechen, gibt es doch bereits die Anzeigenanpassungen“, denken Sie vielleicht an dieser Stelle und wir geben Ihnen dabei auch vollkommen recht. Dennoch gibt es einige Unterschiede zwischen IF Funktionen und Anzeigenanpassungen, die Sie kennen sollten, um die Vorzüge beider für Ihre Google Anzeigen zu nutzen.

#1 IF Funktionen arbeiten mit vorgegebenen Bedingungen

Sie geben eine Bedingung vor, Google AdWords prüft, ob die diese eintritt – oder nicht. Tritt die Bedingung ein, wird die von Ihnen speziell definierte Anzeige geschaltet, andernfalls wird für den Nutzer nur die Standardvariante Ihrer Anzeige sichtbar.
Um IF Funktionen zu nutzen, braucht es daher kein Datenfeed, welches etwa für funktionierende Anzeigenanpassungen Grundvoraussetzung ist.

#2 IF Funktionen können nur auf zwei Attribute ausgerichtet werden: Zielgruppe und Gerät

Im Gegensatz dazu basieren Anzeigenanpassungen auf sechs verschiedenen Standardattributen, nämlich Device preference, Scheduling, Start Date, End Date, Custom ID und Target location restriction. Die Daten dazu bezieht Google AdWords aus dem Datafeed, den Sie für Ihre Anzeigen bereit stellen müssen.

Wie wendet man IF Funktionen an?

Kommen wir nun zum interessantesten Teil für Sie, denn bestimmt fragen Sie sich: „Wie funktionieren IF Funktionen denn in der Praxis nun eigentlich?“ Das ist ganz einfach: IF Funktionen bestehen im Wesentlichen aus drei Teilen: der Bedingung („IF“), dem einzufügenden Text sowie dem Standardtext, welcher durch den einzufügenden Text ersetzt werden soll. Das sieht dann etwa für den Fall eines mobilen Endgerätes ungefähr so aus:

{=IF(device=mobile, einzufügender Text):Standardtext}

Damit die IF Funktionen auch so funktionieren, wie Sie das möchten, ist es besonders wichtig, dass Sie sämtliche Klammern, Zeichen etc. korrekt setzen. Das sieht vielleicht auf den ersten Blick etwas kompliziert aus, um es Ihnen jedoch so einfach wie möglich zu machen, haben wir von der AdWords Agentur eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für Sie eingerichtet, mit der Sie die IF Funktionen ganz einfach sowohl in die beiden Anzeigentitel oder auch in die Beschreibung Ihrer Anzeige einbauen können:

  • Schritt 1: Bedingung öffnen → {=IF
  • Schritt 2: Ausrichtung auf ein mobiles Gerät oder Zielgruppe einstellen
    • für ein mobiles Gerät → {=IF(device=mobile,
    • um eine Zielgruppe zu definieren, können sie zwischen all Ihren gültigen Nutzerlisten wählen → {=IF(audience IN(„Nutzerliste1“, „Nutzerliste2“),
  • Schritt 3: einzufügenden Text definieren, z.B. „Jetzt 20% sparen!“
    → {=IF(device=mobile,Jetzt 20% sparen!):
    → {=IF(audience IN(„Nutzerliste1“, „Nutzerliste2“),Jetzt 20% sparen!):
  • Schritt 4: zu ersetzenden Standardtext angeben, z.B.:Jetzt bestellen!
    → {=IF(device=mobile,Jetzt 20% sparen!):Jetzt bestellen!}
    → {=IF(audience IN(„Nutzerliste1“, „Nutzerliste2“),Jetzt 20% sparen!):Jetzt bestellen!}

Worauf warten Sie noch? Starten Sie jetzt die Nutzung von IF Funktionen bei Ihren Google Anzeigen und sprechen Sie Ihre Zielgruppe noch effektiver an. Die AdWords Agentur hilft Ihnen gerne dabei, Ihre Anzeigen aufzusetzen. Fordern Sie jetzt einen kostenlosen Rückruf an!

Quellen:
https://support.google.com/adwords/answer/7207341?hl=de
https://support.google.com/adwords/answer/6072565
http://www.acquisio.com/blog/updates/how-to-adwords-if-function/
https://www.semetis.com/en/resources/publications/the-difference-between-the-new-adwords-if-function-and-ad-customisers-on-the-search-network