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Google Ads: Wie kann ich meinen Qualitätsfaktor verbessern?

Google Ads Wie kann ich meinen Qualitätsfaktor verbessern

Wer damit beginnt, sich mit Google Ads auseinanderzusetzen, stößt relativ bald auf den Begriff „Qualitätsfaktor (QF)“ oder „Quality Score“. Schnell wird auch klar, dass ein guter Qualitätsfaktor eine entscheidende Rolle sowohl für den Erfolg der Werbung auf Google, als auch für einen niedrigen Kostenfaktor spielt. Hierbei lautet die Devise: Je höher der Qualitätsfaktor, desto besser!

Der Qualitätsfaktor ist einfach gesagt ein von Google eingeführtes Bewertungssystem, das für eine faire Anzeigenausstrahlung sorgt.
Damit stellt Google sicher, dass nicht jene Anzeigen automatisch auf den ersten Plätzen landen, für die am meisten geboten wird – sondern jene, die für den Nutzer und die jeweilige Suche am relevantesten sind.
Jedes eingebuchte Keyword wird von Google auf einer Qualitätsfaktor-Skala zwischen 1 und 10 eingestuft.
Dies geschieht anhand von folgenden 3 Kriterien:

  • Voraussichtliche Klickrate (Exp. CTR)
  • Relevanz der Anzeige (Ad Relevance)
  • Nutzererfahrung mit der Zielseite (Landingpage experience)

Sprich, wenn die Anzeige und die Zielseite anhand Ihrer verwendeten Keywords für eine Google Suchanfrage als besonders relevant für den Nutzer eingestuft werden, erhalten diese Keywords einen dementsprechend hohen Qualitätsfaktor.

Dieser ist für die Berechnung der Anzeigen-Position (Ad Rank)und des Klickpreises wichtig. Durch den Qualitätsfaktor bekommt nämlich der höchste Bieter nicht zwingend den besten Anzeigenplatz, sondern die Anzeigen-Postitionen mit einer Berechnung aus Gebot und Qualitätsfaktor im Rahmen der Anzeigenauktion ermittelt.

Dazu wird Ihr Gebot mit Ihrem Qualitätsfaktor multipliziert. So erhält man den sogenannten Ad Rank. Dieser entspricht einer einfachen Zahl, die Google in absteigender Reihenfolge sortiert. Dadurch ergibt sich die schlussendliche Anzeigen-Position. Mit dem Ad Rank wird weiters der Klickpreis errechnet: Dazu nimmt Google den Ad Rank des Bewerbers unter Ihnen, dividiert diesen durch Ihren Qualitätsfaktor und addiert noch den Minimalbeitrag von 1 Cent dazu, um Ihren nächsten Mitbieter zu überbieten.

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Wie man sieht kann dies sogar soweit führen, dass das geringste Gebot den ersten Anzeigenplatz erhält – und das nur aufgrund des hohen Qualitätsfaktors. Wer also kostengünstig Werbung schalten möchte, sollte den Qualitätsfaktor seiner Keywords genau im Auge behalten.

Den Qualitätsfaktor interpretieren

Um einen höheren Qualitätsfaktor zu erzielen, müssen Sie zunächst wissen, was die zugeordneten Faktoren jeweils bedeuten. Die Skala verläuft wie folgt: 1-4 = gering, 5-7 = ok und 8-10 = hoch. Je nach Wert sollten Sie Ihr Augenmerk auf verschiedene Problemzonen richten. Behalten Sie dabei immer im Hinterkopf, dass der Qualitätsfaktor eine Bewertung der Nutzerrelevanz ist: Google möchte bei jeder Suchanfrage sicherstellen, dass die Nutzer die für sie relevantesten Suchergebisse an erster Stelle erhalten. Wollen Sie den Qualitätsfaktor verbessern, sollten Sie folglich die Nutzerrelevanz Ihrer Textanzeigen & Ihrer Zielseite verbessern – also den Nutzern genau das bieten, was sie suchen.

Nachfolgend einige Denkanstöße, um Ihren Qualitätsfaktor zu verbessern:

Schwacher Qualitätsfaktor

Sollte ein Qualitätsfaktor unter 5 ermittelt worden sein, sollten Sie so schnell wie möglich aktiv werden – schließlich wird Ihre Werbung bei Keywords mit derart niedrigen Qualitätsfaktoren gar nicht mehr ausgespielt. Bei Qualitätsfaktoren in diesem niedrigen Bereich, liegen die Mängel nicht nur auf Klickratenebene vor. So kann es sein, dass die Nutzererfahrung mit der Zielseite unterdurchschnittlich ist. Das kann einerseits daran liegen, dass die Landingpage nicht benutzerfreundlich ist, da sie vielleicht entweder zu lange Ladezeiten hat oder schwer zu navigieren ist. Andererseits kann die Zielseite auch inhaltlich für das entsprechende Keyword einfach keine Relevanz aufweisen, so z.B. wenn Ihr eingebuchtes Keyword oder ähnliche Varianten nicht im Text der Zielseite vorkommen. Da die Webseiten meistens über Smartphones & Tablets aufgerufen werden, sollte Ihre Landingpage auch auf mobile Geräte optimiert sein, um eine gute Nutzererfahrung mit der Zielseite zu garantieren.

Weiters kann der Fehler auch in der Textanzeige zu finden sein. Wenn die Anzeige das eingebuchte Keyword nicht oder nur zu selten beinhaltet, leidet Ihr Qualitätsfaktor dementsprechend. Möglicherweise müssen auch einige Keywords angepasst oder in eigene Anzeigengruppen mit eigens dafür formulierten Textanzeigen gepackt werden.

Neutraler Qualitätsfaktor

Grundsätzlich werden neu einbuchte Keywörter von Google mit einem neutralen Qualitätsfaktor von 6 eingestuft. Dieser Qualitätsfaktor ist nicht schlecht, kann jedoch nach oben hin deutlich ausgebaut werden, um Kosten zu sparen. So erzielt eine Verbesserung des Qualitätsfaktors von 5 auf 10 durchschnittlich 80% günstigere Kosten pro Anfrage und auch die Klickpreise sinken um bis zu 50%.

Um Mängel auf Textanzeigen-Ebene zu analysieren und zu verbessern, können Sie neben den oben erwähnten Basics zum Beispiel Split-Tests durchführen. Dazu erstellen Sie mindestens zwei Textanzeigen und kontrollieren welche am besten performt. Weiters sollten Sie im Bereich der Nutzererfahrung mit der Zielseite die Werte „Absprungrate“ und „Verweildauer“ genau analysieren und eventuell Heat Maps verwenden, um herauszufinden, ob der Nutzer auf Ihrer Landingpage sofort das findet, was er braucht.

Ein Qualitätsfaktor von 7 gilt als Standardwert, der indiziert, dass Ihre Werbung eine standardmäßige Relevanz für die Nutzer aufweist. Grundsätzlich können Sie davon ausgehen, dass sich Anzeige, Landingpage und Relevanz im grünen Bereich befinden – Es läuft also alles.  Trotzdem ist hierbei eine laufende Optimierung (z.B.: mit auszuschließenden Keywords) nützlich, um den Qualitätsfaktor zu sichern oder gar zu steigern.

Guter Qualitätsfaktor

Ein Qualitätsfaktorfaktor ab 8 ist optimal, denn er zeigt eine hohe Nutzerrelevant für Ihre Werbung an. Dazu ist jedoch zu sagen, dass so ein hoher Qualitätsfaktor nur schwer zu erreichen ist. Meistens bekommen etwa Brand-Keywords einen Qualitätsfaktor von 10, da sich der Brand-Name auf Ihrer Website, in Ihrer URL und in Ihrer Textanzeige befindet und Nutzer, die nach Ihrem Brand suchen in der Regel Ihre Textanzeige klicken, wodurch Sie eine hohe Klickrate erhalten.

Fazit

Grundsätzlich kann man sagen, dass sie mit einem hohen Qualitätsfaktor Geld sparen, wohingegen mit einem niedrigen Qualitätsfaktor mehr Geld für Ihre Google Werbung ausgeben müssen. Daher sollte der Qualitätsfaktor regelmäßig geprüft werden und zusammenhängende Kriterien, wie Landingpage und Anzeigen laufend optimiert werden. Führen Sie zu diesem Zweck Split-Tests ein und adaptieren Sie Ihre Keywords und Textanzeigen hinsichtlich der Nutzerrelevanz. Kontrollieren Sie auch regelmäßig Ihre Landingpage in verschiedenen Browsern bzw. auf verschiedenen Geräten (Mobile, Desktop & Tablet) – dann steht Ihrem Werbe-Erfolg nichts mehr im Weg. Möchten Sie das Projekt Qualitätsfaktor-Verbesserung nicht alleine bestreiten, helfen wir Ihnen gerne weiter: Rufen Sie uns einfach an!

 

Referenzen:

https://support.google.com/google-ads/answer/2454010?co=ADWORDS.IsAWNCustomer%3Dfalse&hl=de

https://traffic3.net/wissen/adwords/adwords-qualitatsfaktor-sichtbar

https://support.google.com/google-ads/answer/7050591

https://www.wordstream.com/blog/ws/2017/09/19/whats-a-good-quality-score