Wollen Sie Ihre AdWords Kosten senken, ist ein funktionierendes Conversion-Tracking unumgänglich. Schließlich kann man nur das steuern, das man auch messen kann. Dies pflegte schon einst der Ökonom Peter Drucker zu sagen. Auch bis heute hat sich in dieser Hinsicht wenig geändert: Ein funkionierendes Conversion-Tracking ist die Basis für jegliche Optimierungen, die Sie an Ihren Kampagnen vornehmen.
Haben Sie erst Ihr Conversion-Tracking eingerichtet und effektive, umsatzgenerierende Keywords für Ihre Kampagnen gefunden, werden Sie sich nach einiger Zeit fragen, was sich fast alle auf AdWords aktiven Unternehmer irgendwann fragen: Wie kann ich meine AdWords Kosten senken?

Die AdWords Agentur hat sich mit dieser Frage auseinandergesetzt und gibt Ihnen 4 Tipps, wie Sie Ihre AdWords Ausgaben senken und effiziente Kampagnen führen können.

Qualitätsfaktor maximieren

Sind Ihre AdWords Kosten unverhältnismäßig hoch, ist Ihr Qualitätsfaktor zumeist gering. Qualitätsfaktor, was ist das denn schon wieder? Der Qualitätsfaktor ist ein Google eigener Faktor zur Bewertung der Nutzerrelevanz Ihrer Anzeigen. Jedes Ihrer Keywords wird von Google im Zusammenhang mit Ihren entsprechenden Anzeigen sowie Zielseiten bewertet. Dazu wendet Google eine Skala von 1 – 10 an.

Ein Wert von 1 bedeutet, Ihr Qualitätsfaktor lässt zu wünschen übrig und Ihre Anzeigen und Zielseiten, die mit Ihrem eingebuchten Keyword erreicht werden, sind für die Nutzer vollkommen irrelevant. Ein Faktor von 10 zeigt hingegen, dass die Kombination aus Ihrem Keyword, der entsprechenden Anzeige und Zielseite die maximal mögliche Nutzerrelevanz aufweist. Je höher der Qualitätsfaktor, desto großzügiger belohnt Sie Google bei der Berechnung Ihres Klickpreises. Diese Gleichung funktioniert leider auch umgekehrt, sodass extrem schlechte Qualitätsfaktoren zu extrem hohen Kosten im Gebotsverfahren um die Anzeigenplätze führen.

Möchten Sie Ihre AdWords Kosten möglichst gering halten, sollten Sie daher Ihren Qualitätsfaktor im Auge behalten. Versuchen Sie, Ihre Anzeigentexte und Ihre Zielseite so passend wie möglich zum eingebuchten Keyword zu gestalten. Als einfache Faustregel gilt: Je nutzerfreundlicher Sie arbeiten, desto zufriedener ist Google. Je zufriedener Google, desto höher Ihr Qualitätsfaktor – und damit desto niedriger am Ende Ihre AdWords Kosten.

Geo-Targeting bzw. Kontext-Targeting nutzen

Die Gleichung ist einfach: Weniger Publikum bedeutet weniger Werbekosten. Wichtig ist, dass Sie sich auf Ihr Zielpublikum konzentrieren. Ihr Unternehmen ist im Großraum Wien tätig? Dann konzentrieren Sie Ihre Google AdWords Kampagnen auf Wien und Umgebung. Verschwenden Sie kein Geld mit österreichweiten Kampagnen, die Ihnen keinen Umsatz bringen. Werfen Sie stattdessen lieber einen Blick in die Nutzerstatistiken Ihres AdWords Kontos, um Ihr Zielpublikum noch weiter einzugrenzen und Ihre Kampagnen ganz darauf abzustimmen.

Ihre Kunden sind zu 95 Prozent weiblich und zwischen 25 und 40 Jahre alt? Gut so, sprechen Sie in Ihren Anzeigen gezielt dieses Publikum an und liefern Sie Ihre Anzeigen an genau dieses Publikum aus. So können Sie Ihre Anzeigen effizienter gestalten und bares Geld sparen.

Werbezeiten nach Wochentagen oder Uhrzeiten festlegen

Genauso wie Sie Ihr Zielpublikum und Ihr Werbegebiet eingrenzen können, kann es auch sinnvoll sein, Ihre Werbezeiten einzugrenzen. Dazu sollten Sie einen Blick in Ihr Conversion-Tracking werfen und Ihre Tagesbestzeiten oder auch Ihre Wochenbestzeiten analysieren. Offenbart Ihr Conversion-Tracking etwa, dass fast alle Ihrer Conversions zwischen 10 und 13 Uhr durchgeführt werden, ab 17 Uhr bis morgens um 7 Uhr können Sie hingegen keine Nutzerhandlungen mehr verzeichnen, so sollten Sie Ihre Anzeigenauslieferung auf jene Zeiten beschränken, die Ihnen Conversions bringen, um Kosten zu sparen oder die gesparten Kosten in effizientere Werbung zu effektiveren Zeiten zu stecken.

Um die Zeiten zur Anzeigenauslieferung festzulegen, öffnen Sie den Werbezeitenplaner in Ihrem AdWords Konto und wählen Sie über die Funktion “Bearbeiten” eine Kampagne aus, für die Sie gesonderte Werbezeiten erstellen möchten. So können Sie einfach aber effektiv Geld für unnötige Klicks einsparen.

Professionelle Marketingagentur beauftragen

Alle genannten Tipps, von der Verbesserung des Qualitätsfaktors über die Einschränkung Ihres Zielpublikums und des Werbegebiets bis hin zum Werbezeitenplaner gestalten Ihren AdWords Auftritt effizienter – keine Frage. Trotzdem können einzelne Tipps keine jahrelange Erfahrung oder das tiefgründige Know-How eines Online-Marketers ersetzen, der sein Brot tagtäglich damit verdient, AdWords Kampagnen zu optimieren.

Wollen Sie also wirklich Geld für unnötige AdWords Ausgaben sparen und Ihr AdWords Budget so effizient wie möglich einsetzen, empfiehlt sich die Hilfe durch eine professionelle Online-Marketingagentur. So können Sie sicher sein, dass Sie die meistmöglichen Conversions für Ihr Geld generieren – zumindest bei der AdWords Agentur. Natürlich arbeitet keine Agentur gratis, aber gegen rentablere Kampagnen und höhere Umsätze sind die Marketingmargen zumeist gering und zahlen sich unserer Erfahrung nach mehr als aus.

Ein letzter Tipp von den AdWords-Profis: AdWords als Durchlaufposten

Bei allem Verständnis zum Kosten-Sparen, geben wir Ihnen einen letzten Rat mit auf den AdWords-Weg: Sparen Sie nicht an der falschen Stelle. AdWords ist idealerweise nur ein rentabler Durchlaufposten, in den Sie Geld hineinstecken, um schließlich mehr Geld herausbekommen. Je weniger Sie in AdWords investieren, desto weniger springt am Ende für Sie dabei wieder heraus.

Sie können sich AdWords dabei wie eine Geldtauschmaschine vorstellen, die Ihr Geld in einer individuellen Rate (ROI) vermehrt: Angenommen Ihre Tauschrate bewegt sich bei 500%, so bekommen Sie für einen hineingesteckten Euro insgesamt fünf Euro heraus – Stecken Sie hingegen 1000 Euro hinein, bekommen Sie 5000 Euro heraus. So funktioniert AdWords.

Verstehen Sie uns nicht falsch, es ist durchaus sehr sinnvoll, effiziente AdWords Kampagnen aufzusetzen, um das hineingesteckte Geld in einer möglichst guten “Tauschrate” wieder herauszubekommen. Dennoch sollten Sie sich gut überlegen, ob Sie Ihr investiertes Budget wirklich verkleinern wollen und dadurch insgesamt weniger Umsatz generieren möchten. Denn vergessen Sie nicht: Je weniger Budget Sie schließlich in die Geldtauschmaschine AdWords stecken, desto weniger Umsatz bekommen Sie am Ende dabei auch wieder heraus.

Referenzen:
https://support.google.com/adwords/answer/6372656?co=ADWORDS.IsAWNCustomer%3Dtrue&oco=0